5. Oktober

Kazuo Ishiguro hat heute den Literaturnobelpreis bekommen. Ich habe über seinen letzten Roman das hier geschrieben:

Seite 5, auf dich kommt es jetzt an!

Ich weiß nicht mehr, ob es Seite 5 war, jedenfalls hat mich dieses Buch sehr gefesselt. Es ist ein großartige Parabel auf die Angst des Menschen und das Leid, das diese Angst verursachen kann. Und die Angst und das Leid, das durch Verdrängung des Leids und der Angst hervorgebracht wird.

Außerdem hab ich mir vorgestellt, dass Tom Araya von Slayer eine gute Besetzung für die Hauptfigur wäre. Warum, weiß ich genauso wenig, wie mir einleuchten will, warum ich den Blogartikel damals nicht upgedatet habe.

Wirklich ein großes Buch.

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3. Oktober

Gestern sind in den USA 60 Menschen gestorben, deren Tod es in die Nachrichten geschafft haben. Über den irrsinnigen Tod der 59 in Las Vegas ist sehr viel geschrie(be)n worden.

Über den Tod von Tom Petty ist auch sehr viel geschrieben worden. Auch dem möchte ich mich anschließen. Ich bin auch sehr traurig, weil seine Musik mich immer begleitet hat. Allerdings war mir das selten recht, weil ich sie nicht so sehr mochte. Ich weiß, dass das Banausentum ist, aber ich mochte sein Stimme nicht, ich mochte die tollen Gitarrenteppiche nicht, über die man so viel lesen kann, und ich mochte die Ohrwürmer nicht.

Natürlich bekomme ich heute „Into the Great Wide Open“ nicht aus dem Kopf, finde das aber nicht so schlimm.

PS: Meine erste Reaktion war, dass eine weitere Person der auserwählten 20.000 erfolgreich evakuiert wurde.

PPS: Zwinkersmiley.

 

2. Oktober

Wieder einmal den Fehler gemacht und mich über den Stand der Dinge informiert. USA, Nordkorea, Brexit, AfD und jetzt neuerdings Spanien.

Spanien hat das Referendum Kataloniens über eine Abspaltung verbieten lassen, weil einseitige Referenden in der Verfassung Spaniens wohl nicht vorgesehen sind. Ich glaube auch, dass diese Fragmentisierung eher problematisch ist. Eine längere Grübelei über das Thema löste jüngst ein Lieferwagen für regionale Produkte aus. Wir finden die ja toll: immer frisch, fast wie bio, fast Wochenmarkt – regionale Produkte, yeah!

Auf dem Laster stand aber: „Kenn ich, schmeckt mir, kauf ich“ (Gedächtnisprotokoll!) und es fand sich auch die Farbkombination Schwarzrotgold. Jedenfalls fand ich regionale Produkte nicht mehr so toll bzw. sehr ambivalent: Regionale Produkte als Triebfeder des Nationalismus.

Aber es ist eine selten dämliche Idee, unbewaffnete Menschen von Polizisten aus Wahllokalen prügeln zu lassen. Was die Spanische Regierung da angerichtet hat, auch für Europa kann man noch nicht ermessen. Aber ich sage schon einmal: Prost Mahlzeit und Gute Nacht.